Maritime Industrie

Die wesentliche Integration sowie die Koordination von bspw. Abteilungen einer Werft, Experten und externen Lieferanten (sowie deren Subunternehmern) sind in der Schiffbauindustrie von entscheidender Bedeutung, insbesondere wenn es um komplexe und große Produkte wie Passagierschiffe, Yachten, Offshore-Spezialschiffe oder Kriegsschiffe geht. Umbauten und Umrüstungen von Schiffen erfordern ebenfalls pünktliche Lieferungen in der erforderlichen Qualität. Um solche Projekte erfolgreich zu gestalten, braucht es für alle Beteiligten eine zuverlässige Zusammenarbeit und klare Definition der Schnittstellen untereinander.

So wird die Grundlage für eine erfolgreiche geschäftliche Zusammenarbeit durch eine präzise Verteilung des Arbeitsumfangs und der Verantwortlichkeiten gelegt. Projektmanagement beginnt mit einer intelligenten Strategie, einer soliden Planung und eindeutigen Verträgen. In Bezug auf letztere sollte jede Partei sicherstellen, dass ihre Interessen und damit auch ihre Risiken im Vertrag angemessen bewertet und reflektiert werden, damit für die Prozesse für Projekt-, Service-, Schnittstellen- und Schadenmanagement von Anfang an ein einheitliches Verständnis herrscht.

Verschiedene Schiffstypen erfordern unterschiedliche Teilsysteme, die sowohl aufeinander abgestimmt werden, als auch auf ihren kombinierten Zweck, das Design, die Struktur und weitere technische Anforderungen des Schiffes. Vereinbarungen zu diesen Themen bereits während der Vertragsverhandlungen zu treffen, ist essenziell. Dies schließt auch Aspekte in Bezug auf verspätete Lieferung, verspätete Zahlung, Sicherheiten usw. ein. Ein wesentliches Element ist, dass Änderungen sowohl in technischer als auch in kommerzieller und planerischer Hinsicht erhebliche Auswirkungen haben können. Oftmals haben sie auch Auswirkungen auf Planung und Ausführung von Arbeiten der Auftragnehmer und Subunternehmer. Neben der Fokussierung auf eine frühzeitige Einbeziehung aller Parteien ist es empfehlenswert, auch Vertragsbedingungen zu vereinbaren, die das Verfahren in solchen Fällen idealerweise eindeutig regeln. Dies wird dazu beitragen, Streitigkeiten zu minimieren oder zumindest die Beilegung zu beschleunigen und die damit verbundenen Kosten und etwaigen Verzug zu reduzieren. In ausgewählten Gewerken kann es auch zu Uneinigkeit in Punkten kommen, die über die üblichen funktionalen Fragen während eines Bauprojekts hinausgehen.

Das Risiko kommerzieller Verluste kann durch sorgfältig ausgearbeitete Verträge oder mithilfe eines gezielten Vertrags- und Schadenmanagements im Voraus minimiert werden.

Aufgrund der Komplexität und der damit verbundenen Wahrscheinlichkeit von Abweichungen ist das Vertrags- und Schadensmanagement während der Ausführung des Projekts der Schlüssel, um Verzögerungen, Mängel und/oder andere Verluste, sei es des Käufers, der Werft oder eines Lieferanten, zu verhindern oder jedenfalls zu minimieren. Dies erfordert die Fähigkeit, den Anspruch schnell und effizient zu analysieren und die vorliegende Dokumentation zu überprüfen, um festzustellen, ob ein Mangel vorliegt, wer den Mangel zu vertreten hat und um geeignete Maßnahmen ergreifen zu können und eine zielführende und kostengünstige Lösung herbeizuführen.

Bei Carneades steht Ihnen ein spezialisiertes Beraterteam zur Verfügung, um Ihr Unternehmen zu unterstützen. Wir haben einen solide Basis von rechtlichen und technischen Kenntnissen aus der maritimen Industrie und verfügen nicht nur über Erfahrung im Bereich des Schiffbaus, sondern auch aus weiteren Tätigkeitsbereichen wie Schiffs- (Re-) Finanzierung (einschließlich Sicherheitendokumentation), An- und Verkaufsverträgen und deren Umsetzung. Kenntnisse über verschiedenste Formen von Schiffscharterverträgen in der Yacht- sowie Offshore-Wind- und Ölindustrie runden unser Portfolio ab. Wir sind bereit, unser Fachwissen zu Ihrem Vorteil einzusetzen!