Wasserstoff & Derivate
Das Molekül Wasserstoff als sauberer Energieträger spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die europäische Schwer- und Chemieindustrie nachhaltiger zu machen und die globalen Klimaziele zu erreichen. Aus diesem Grund investieren Unternehmen, nationale Regierungen und die Europäische Union in den nächsten zehn Jahren viele Milliarden in die Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft und den Aufbau einer Infrastruktur für den Transport von Wasserstoff und Derivaten.
Das größte Potenzial von Wasserstoff wird in der Dekarbonisierung als Ersatz für traditionelle fossile Energieträger und in der Dekarbonisierung schwer vermeidbarer Sektoren sowie in seiner Verwendung in innovativen Metallherstellungs- und Chemieprozessen, sowohl als Energieträger als auch insbesondere als chemisches Element gesehen. Je nach Ursprung des Wasserstoffs, trägt dieser in seinem Namen verschiedene Farben. Im Volksmund wird er oft als „grüner Wasserstoff“ bezeichnet, der ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird (verbunden mit der Farbe Grün). Der regulatorische Rahmen hat jedoch eine strengere Definition, deren Einhaltung entscheidend ist, und bietet Anreize, um der Wasserstoff Markthochlauf wirtschaftlich zu begünstigen.

Von der Projektidee zur Investitionsentscheidung
Angesichts der heutigen volatilen Energie-, Emissionszertifikate- und Materialpreise werden unter hohem Druck verschiedene Anwendungsmöglichkeiten untersucht und der Bedarf an erneuerbarem Strom und kohlenstoffarmem Wasserstoff sowie dessen individuelle Grenzkosten ermittelt. Grundpfeiler dieser Initiativen/Projekte ist es einen soliden Business Case aufzusetzen, in dem alle zentrale Einflussparameter wie Regulierung, Marktanreizmechanismus, staatliche Genehmigung, Förderungen, Anlagenbaugenehmigung, Projektrisiken, Stakeholder-Beziehungen und andere Randbedingungen aufgenommen werden. Die Komplexität dieser Fragestellung, die an der Schwelle zur „Endgültigen Investitionsentscheidung“ steht, stellt für viele Projekte in der Entwicklungsphase eine Herausforderung dar.
Von der Technologie zur Umsetzung
In der Projektumsetzungsphase geht es neben der wohlüberlegten Auswahl der Elektrolysetechnologie und des Lieferanten und der eventuell erforderlichen Technologielizenz für die zugehörige Syntheseanlage auch um die Ermöglichung der Produktion unter einem variablen erneuerbaren Stromprofil. Rund 50 Hersteller auf der ganzen Welt bauen derzeit neue Giga-Elektrolyseur-Produktionskapazitäten auf, um den Bau und Betrieb von großen Wasserelektrolyseanlagen zu ermöglichen. Mit realer industrieller Betriebserfahrung über längere Betriebszeiten kann dann die Evolution hin zur Offshore-Wasserstoffproduktion eingeleitet werden.

Geschäftsmodelle und Projektbedingungen
Ein tragfähiges Wasserstoffprojekt folgt den konkreten Bedingungen von Standort, Energieversorgung, Infrastruktur und Absatzmarkt. Besonders relevant sind:
- Unterschiedliche Marktteilnehmer unterschiedlicher erster Sektoren müssen zusammenarbeiten
- In der aktuellen Phase spielt eine nationale oder auch länderübergreifende Förderung und dessen Aktivierung eine zentrale Komponente
- Berücksichtigung der individuellen Standortbedingungen (bspw. Nähe zu bestehenden oder sich in der Planung / Errichtung befindenden Energieerzeugungsanlagen)
- Berücksichtigung der individuellen Standortbedingungen (z.B. Nähe zum Wasserstoff-Kernnetz, bestehende Industrie- und Hafenstandorte,
- Stromverteilungsnetze und nicht zuletzt flexible wasserstofftaugliche Kraftwerke in der Planungs-/Bauphase).
- Der Import der verschiedenen Wasserstoffderivate aus Regionen mit hohem Potenzial für Solar- und/oder Windenergie, erneuerbarem Wasser und für erneuerbare Kohlenwasserstoffe mit dem Kohlenstoffanteil aus einem zertifizierten Kreislauf.
- Die Wasserstofferzeugung auf See bietet die Möglichkeit, große Energiemengen leichter zu transportieren.
- Und natürlich die Entstehung dezentraler lokaler Wasserstoffzentren (Hydrogen Valleys), insbesondere dort, wo das Wasserstoffgasnetz nicht verfügbar ist oder sein wird.

Wo wir Sie unterstützen können
Holen Sie uns als #smartheadsstrongpartner an Bord, wenn Technologie, Business Case, Beschaffung und Projektumsetzung zu einer tragfähigen Struktur zusammengeführt werden müssen.
Machbarkeit und Projektkonzept
- Technische und wirtschaftliche Szenarien entwickeln
- Standort-, Versorgungs- und Absatzoptionen bewerten
- Entscheidungsgrundlagen für die Projektentwicklung schaffen
Front-End-Engineering und Marktansprache
- Technische Anforderungen und Leistungsumfang strukturieren
- Ausschreibungsunterlagen und Marktabfrage vorbereiten
- Technologie- und Lieferantenoptionen vergleichen
Beschaffung und Umsetzung
- Beschaffungs- und Vergabestrategie entwickeln
- Angebote, Schnittstellen und Risiken bewerten
- Fertigung, Installation und Projektsteuerung begleiten
Projektabschluss und Betrieb
- Abnahme und technische Dokumentation koordinieren
- Offene Restpunkte und Schnittstellen nachhalten
- Gewährleistungs- und Abschlussphase begleiten
Kontaktieren Sie uns
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